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Stadtportrait - Amorbach

  
Amorbach
Amorbach - wo ist das?
Im Naturpark "Bayerischer Odenwald" und im Dreiländereck von Baden-Württemberg, Hessen und Bayern liegt die Barockstadt Amorbach. Amorbach ist die südlichste Stadt im bayerischen Landkreis Miltenberg und zählt mit seinen Stadtteilen Beuchen, Boxbrunn, Neudorf und Reichartshausen ca. 4700 Einwohner.

Liegt die Kernstadt in einem geschützten Talkessel in einer Höhe von ca. 160 m, so liegen die Stadtteile sternförmig um die Kernstadt auf den Höhen des Odenwaldes, bis zu 500 m hoch. Geprägt ist die Lage Amorbachs durch die Täler, die sich 10 km oberhalb der Mündung der Mud, Billbach und Otterbach ergeben. Diese Lage führte zur Kreuzung zweier alter Straßen. Die eine verband das Rheintal bei Worms mit dem fränkischen Raum, die andere war eine Straße vom mittleren Neckarraum bei Heilbronn zum Mainland.

Die dichten Mischwälder, der tiefrote Buntsandstein und die sanften aber doch mächtigen Berge prägen das Bild dieser idyllischen Stadt.
Entstehung des Namens "Amorbach"
Welch ein Name! Bach der Liebe! Doch dahinter verbirgt sich die ursprüngliche Flussbezeichnung Amerbach. Im hohen Mittelalter erfanden die sinnigen Mönche einen hl. Amor, wiesen ihn als Gründer ihres Klosters aus und nannten es fortan Amorbach.
AmorbachAmtskellereiStadtgrabenFürstlich Leiningenscher SeegartenDie Fürstliche AbteikircheDas Alte Rathaus am Marktplatz
 
Stadtgeschichte
Geschichtliche Entwicklung
Schon die Römer errichteten im hiesigen Raum einen Legionsposten. Im 8. Jahrhundert entstand ein Benediktinerkloster. Die Siedlung neben dem Kloster entwickelte sich zu einem ansehnlichen Dorf, das 1197 als "Amarbach" erstmals urkundlich belegt ist.

Kaiser Friedrich I. Rotbart übertrug 1168 den Herren von Dürn für ihre besonderen Verdienste die Vogtei über das Kloster Amorbach. Konrad von Dürn erhob 1253 den Klosterort zur Stadt, die in der folgenden Zeit mit Mauern und Türmen befestigt wurde. Mit dem Niedergang der Herren von Dürn fiel Amorbach 1272 an das Erzstift Mainz.
1525 paktierten die Bürger der Stadt mit den aufständischen Bauern und büßten dafür alle Rechte ein. Anstelle der abgebrannten Wildenburg wurde Amorbach Mainzer Amtssitz. Fast 100 Jahre herrschte nun Friede, bis der 30-jährige Krieg neues Elend besonders in der schwedischen Besatzungszeit von 1631 - 1634 brachte und die Bevölkerung bis Kriegsende auf die Hälfte zurückgehen ließ.
Die Aufbauarbeit von Kirchen- Kloster- und Bürgerbauten in den nächsten 150 Jahren, wurde durch Kriegsfälle kaum gestört. Als die Säkularisation 1803 die Aufhebung aller geistlichen Herrschaft brachte, kamen das Kloster und der Mainzische Besitz an den Fürsten Carl Friedrich Wilhelm zu Leiningen als Entschädigung für den Verlust seiner linksrheinischen Stammlande. Amorbach wurde Residenzstadt des souveränen Fürstentums, das aber schon 1806 dem Großherzogtum Baden einverleibt wurde, während Amorbach 1810 an Hessen und schließlich 1816 an Bayern kam.
Die nunmehrige Standesherrschaft Leiningen und ihre Verwaltung blieben am Ort. Im Laufe des 19. Jahrhunderts wurden die Verkehrsverhältnisse durch Straßenbauten und den Anschluss an das Eisenbahnnetz im Jahre 1882 nachhaltig verbessert. Amorbach wurde als Ziel eines regen Fremdenverkehrs im Jahre 1965 Luftkurort. Durch den nach dem 2. Weltkrieg einsetzenden Bevölkerungszuwachs, der sich in großen Neubaugebieten bemerkbar machte, kam es zur Ansiedelung von Industrie, die heute mit dem Fremdenverkehr ein ausgewogenes Verhältnis gefunden hat.
Von 1973-1976 wurden im Zuge der Gebietsreform die Stadtteile Boxbrunn, Beuchen, Neudorf und Reichartshausen eingemeindet. Für die hervorragende restauratorische Leistung bei der Sanierung des Templerhauses wurde Amorbach 1992 mit der Europa-Nostra-Medaille ausgezeichnet. Die Feiern zur 750-jährigen Stadterhebung wurden im Jahre 2003 würdig begangen.